Webinar: EU-Freihandelsabkommen: Was liegt auf dem Tisch?

06  October 2020    9:15 am

Mag. Roman Stöllinger, PhD (wiiw)

In cooperation with:

Research Centre International Economics (FIW) 

Venue

Dies ist ein Online-Event

Description

Das Bundesministerium und das FIW laden ein zur 38. Außenwirtschafts-Vorlesung „EU-Freihandelsabkommen: Was liegt auf dem Tisch?“ (Webinar).

Mag. Roman Stöllinger, PhD (wiiw)

Begrüßung: Sektionschefin Mag. Cynthia Zimmermann (BMDW)
Kommentar: Dipl. Kfm. Marc Fähndrich (Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich)
Diskussionsleitung: Dr. Manfred Schekulin (BMDW)
Literatur: FIW-Policy Brief Nr. 47 (September 2020)

Registrierung erforderlich unter: https://my.demio.com/ref/vVFHLg1YDsEaipoF

(Registrierung und Teilnahme sind mit dem Internet Explorer nicht möglich. Bitte verwenden Sie Chrome, Firefox, Edge oder Safari)

Das Netzwerk der EU-Freihandelsabkommen hat sich über die letzten Jahrzehnte über den gesamten Globus ausgebreitet. Die Abkommen unterscheiden sich jedoch in ihrem Umfang und ihrer Tiefe. Die „zweite Generation“ umfassender Abkommen der EU wurde mit dem EU-Südkorea Abkommen begründet. Nach einer mehrjährigen Periode ohne große Durchbrüche traten die tiefen Handelsabkommen mit Kanada (2017), Japan und Singapur (2019) sowie Vietnam (2020) in Kraft. Verhandlungen mit Mercosur wurden abgeschlossen. Abkommen mit Neuseeland und Australien stehen in den Startlöchern. In Summe bleiben die USA und China die großen Ausnahmen und Brexit der herbste Rückschlag für die EU. Während die EU über das größte Freihandelsnetzwerk mit mehreren geographischen Clustern verfügt, verliert es an Gewicht durch den globalen Anstieg von Abkommen ohne europäische Involvierung. Eine besonders dynamische Entwicklung überlappender Freihandelszonen entwickelt sich im Pazifik mit ASEAN(+3), RCEP und CPTPP. Die jüngsten EU-Abkommen der neuen Generation verschieben das Gewicht weiter Richtung Asien. Wirtschaftliche und politische Entwicklungen als auch die jüngste COVID-19- bedingte globale „Gesundheitskrise“ sind Faktoren, die eine Analyse der Stabilität von komplexen Systemen, wie überlappende Freihandelsnetzwerke und Abhängigkeiten in globalen Wertschöpfungsketten, anstoßen sollten. 

Mag. Roman Stöllinger, PhD: Ökonom am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche | Promotion an der Universität Wien in Volkswirtschaftslehre | Forschungsschwerpunkte: Internationaler Handel, Wirtschaftswachstum, Strukturwandel und Industriepolitik

AW-Vorlesungen ist eine Veranstaltungsreihe, bei der politikrelevante aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Bereich internationale Wirtschaft praxisnah präsentiert und diskutiert werden.


top